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Arbeitskreis 7. bis 9. Juli 2017 in Heppenheim

Gral-Heppenheim

Maria Kaiml

Von den 12 angemeldeten Frauen konnten nur 10 kommen. Das Treffen fand in einer sehr angenehmen Atmosphäre statt. Nach dem Abendessen am Freitag trafen wir uns im Stuhlkreis. Die Mitte war mit einem wunderschönen Blumenstrauß und unserer Kerze, die bei jedem Treffen dabei ist, gestaltet. Nach der Begrüßung durch das Leitungsteam stellten die einzelnen Bezugsgruppen vor, was sich im vergangenen Jahr getan hatte und womit sie sich gerade befassten. Abgeschlossen wurde der Abend mit einem Gebet, das Maria Kaiml mitgebracht hatte und unter dem Thema „Flagge zeigen“ stand.
Der Vormittag des Samstags war für die Berichte der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen reserviert. So konnte dieses Mal ausführlicher über die Treffen berichtet werden. Maria Schwab sprach über NAD (Netzwerk Afrika Deutschland) und über das Treffen der geistlichen Gemeinschaften, GGG. Maria Bauernfeind berichtete über „Erlassjahr“ und Gertrud Karlstetter über „Weltkirche“. Zu dem Treffen in diesem Jahr war niemand vom Gral eingeladen worden. Silvana führte auf, wie es mit der Initiative Hochfeld steht. Zu allen Treffen gibt es einen eigenen Bericht.
Da wir noch Zeit hatten vor dem Mittagessen, begann Christa schon damit aufzuzeigen, was in der Internationalen Vollversammlung (IVV) an Themen behandelt werden soll. Am Nachmittag nach dem Kaffeetrinken wurde dieser Programmpunkt von Christa fortgeführt. Doch zuvor wies Gerda noch auf die Wahl des neuen Internationalen Leitungsteams (ILT) hin, die im August auf uns zu kommt.
Silvana stellte uns nach der IVV Vorschau den Finanzbericht 2016 und das Budget für 2017 vor.
Anschließend folgte die Aufzählung der nationalen Termine 2017/18 und da noch Zeit war auch der bisher bekannten internationalen Termine.
Um 18.30 Uhr feierten wir in St. Peter den Gottesdienst mit.

An diesem Abend feierte Marita mit uns ihren Geburtstag. Ihre Schwester Helga war extra deswegen am Spätnachmittag gekommen. Wir wurden mit einem wunderbaren Büfett überrascht. Der Tisch war zu einer herrlichen Tafel mit Deko aus buntem Filz geworden. Außer einer großen Vielfalt von den leckersten Gerichten wurden uns auch noch erlesene Weine und andere Getränke beschert. Den Abschluss bildete ein leckerer Nachtisch. Liebe Marita, herzlichen Dank dafür!

Am Sonntagvormittag sprachen wir über die 7 Kandidatinnen für die Wahl des ILT und erfuhren ein wenig mehr als in den Papieren steht. Wir überlegten, wie es mit der Antenne weitergehen kann und nachdem Marita sich bereit erklärte im kommenden Jahr noch einmal die Antenne mit Erika zusammen zu gestalten, wenn sie nur noch zwei Mal im Jahr erscheint, waren wir alle froh, dass es doch noch weitergeht. Einen ganz herzlichen Dank an Marita und Erika für ihre großartige Arbeit!

Die Abschlussliturgie hatte Christa vorbereitet. Sie hatte als Grundlage das diesjährige Hungertuch. Marita, Christa und Maria Schwab wollen diese Liturgie auch in Fatima mit den Teilnehmerinnen der IVV feiern.

 

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„Auf den Spuren des Geistes in unserer Zeit“ – Pfingstfeier im Gralzentrum Mülheim

Am 23. Juni 2017 um 17 Uhr fand eine Feier in Anlehnung an Pfingsten im Mülheimer Gralzentrum statt. Bei sonnigem Wetter hatten sich insgesamt 11 Frauen eingefunden. Während wir bei Kaffee und Tee den köstlichen, selbstgebackenen Kuchen verzehrten, stellten wir uns einander vor. Es zeigte sich, dass die Runde wieder international war, nämlich Teilnehmerinnen aus Polen, Kroatien, Italien und die Mehrzahl aus Deutschland.

Silvana Ferraguti erläuterte, dass die Ursprünge des Gral in Holland waren, im Jahr 1921. Inzwischen bestehen weltweit internationale, ökumenisch arbeitende Netzwerke. In Duisburg beschäftigt sich die Internationale Initiative Hochfeld mit den sozialen Brennpunkten im Revier.

Für die musikalische Einstimmung hatte Helma Schaumburg-Lowitz zum heutigen Thema das Stück „Her Gentle Spirit“ aus „The Merchant of Venice“, der englischen Komponistin Jocelyn Pook, ausgesucht. Anschließend lauschten wir der Lesung aus: ANDERE ZEITEN 2/201 und den Bibeltext aus der Apostelgeschichte, vorgetragen von Elfriede Bielefeld.

Im Anschluss an die Lesungen betrachteten wir die Fotodarstellung eines Kruzifixes aus dem Altenberger Dom. Eine Bronze-Plastik von Werner Franzen, hergestellt 1986/87. Der gekreuzigte Jesus streckt seine Arme zwei Personen entgegen, Bernhard von Clairvaux und Martin Luther. Man kann den Eindruck gewinnen, als wolle Jesus vom Kreuz herabsteigen, um die beiden zusammen zu führen und zu umarmen. Ausgerechnet diese beiden herausragenden, klugen, frommen, geistlichen Führer, die profanes Gehabe im Kirchenleben ablehnten. Wir tauschten unsere Gedanken darüber in der Runde aus. Ich war sehr berührt davon und werde mir diese Plastik bald mal im Altenberger Dom ansehen.

Anschließend hörten wir das Lied „Komm Heiliger Geist, mit deiner Kraft…“ und wir stimmten dazu ein. Mit einem gemeinsam gelesenen Gebet „Gott, freuen wollen wir uns an diesem Festtag“ wurde der besinnliche Teil beendet. Natürlich gab es zum Abschluss einen bewegungsvollen Tanz. Helma Schaumburg-Lowitz legte von Enya, einer irischen New-Age-Musikerin, die CD „Paint the Sky with Stars“ auf. Dazu schwangen wir bunte Bänder, so dass der ganze Raum von Heiterkeit und harmonischer Bewegung erfüllt war. Den krönenden Abschluss für unser leibliches Wohl bildeten u.a. von Silvana angerichtete Spießchen mit Kirschtomaten, Mozarellakugeln und Oliven und selbstgebackenen Kartoffelkuchen.

Rückblickend möchte ich mich für dieses gelungene Fest herzlich bedanken.
Lore Venohr, Mülheim an der Ruhr.

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Effata in Heppenheim

Tagung vom 17. – 19 Februar 2017 Thema: Gender. Ich – eine Frau
Maria Schwab

Auch im Jahr 2017 konnten sich 15 Frauen zum bewährten Effatatreffen in dem schönen Städtchen Heppenheim an der Bergstraße treffen. Auch Lorna Bowman aus Canada, die von einer Tagung in Portugal her unterwegs war, konnte das Graltreffen zu einem brisanten Thema erleben. „Gender“-Theorie in verschiedensten Ausformungen begegnet uns in Kirche und Gesellschaft. Als Referentin führte uns Frau Gudrun Tappe-Freitag aus Wolfenbüttel durch die Tagung, indem sie unsere bisherigen Erfahrungen als Frauen in Konfrontation mit den unterschiedlichsten Erwartungen an uns selbst, im Kontext mit unseren Kirchen, in der familiären und schulischen Erziehung und im gesellschaftlichen Umfeld ans Licht holte. Marita Estor machte die Entwicklung des Genderbegriffs deutlich sowohl in Hinblick auf das biologische als auch auf das soziale Geschlecht. Inzwischen sind etliche Verlautbarungen der Kirchen erschienen, die die umstrittenen Theorien umkreisen und die eigenen Positionen verdeutlichen. Gudrun Tappe-Freitag, die uns schon als exzellente Märchenerzählerin bekannt war, wählte anhand eines Märchens einen wunderbaren Weg, die Möglichkeiten weiblicher und männlicher Wahrnehmung und Veränderung aufzudecken. So konnten wir vertieft unsere eigene Entwicklung als Frauen ans Tageslicht holen und uns damit ausein-andersetzen. In einer von großem Vertrauen getragenen Abschlussrunde wurde noch einmal deutlich, was es für jede von uns ausmacht, als Frau das Leben zu bestehen und bewußt und konsequent auf die Herausforderungen zu antworten.

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„Mach´s wie Gott, werde Mensch“

Advent_16


Adventsfeier im Gralzentrum Mülheim am 2. Dezember 2016

Erika Haugg

Dieses Mal hatten sich 11 Frauen im Gralzentrum eingefunden, um gemeinsam Advent zu feiern. Nach Stärkung an der reichhaltigen Kaffeetafel mit vielen köstlichen Kuchen und nach der obligatorischen Vorstellungsrunde hatte Helma Schaumburg-Lowitz zum thematischen Einstieg ein Musikstück von Rahel Portmann „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ ausgesucht, ein Stück aus der Filmmusik des gleichnamigen Romans von John Irving. Ein kurzer Einführungstext brachte uns unserem gewählten Thema näher:

„Mach´s wie Gott, werde Mensch!“ Diese Botschaft, die Bischof Franz Kamphaus als Titel seines Buches gewählt hat, haben wir als Thema für die nun schon traditionelle, alljährliche Adventsfeier im Gralzentrum genommen. Ihr werdet Euch fragen, sind wir denn nicht schon Menschen, wieso sollen wir es erst werden? In unseren Vorbereitungen haben wir darüber nachgedacht und auch kontrovers diskutiert: Was heißt denn Mensch sein? Menschen sind doch auch Kriegstreiber, die Selbstmordattentäter, die, die uns heute Angst machen vor der Zukunft? .... Ein südamerikanischer Jesuit beschreibt das so: „Jesus gehörte nicht der Priesterschaft an, war auch nicht abgesondert wie die Pharisäer, sondern ein normaler Mann aus dem Volk, er stellte den M e n s c h e n über den Sabbat, aß zusammen mit Ungläubigen und Sündern, fasste Aussätzige an, woraufhin er nach dem Gesetz unrein wurde, wusch sich nicht vor den Mahlzeiten, erklärte alle Speisen für rein, diskriminierte die Frau nicht und untergrub das ganze System von Verboten, indem er erklärte, das einzige, was den Menschen verunreinige, sei das Böse, das aus seinem Herzen stamme.“
(Pedro Trigo, Schöpfung und Geschichte, D 1989)

Auf dem kleinen runden Tisch in der Mitte waren verschieden Karten und kleine Zeichnungen ausgelegt, wovon sich jede Frau ein oder zwei Motive aussuchen konnte, damit wir anhand dieser Bilder miteinander ins Gespräch kommen konnten.Wir waren überrascht, welche Ideen und Gedanken den Frauen plötzlich kamen. Wir erkannten, dass Menschwerden letztendlich in der Zuwendung der Menschen zueinander liegt, in der Nächstenliebe und auch, damit wir als Mit-Menschen für andere da sein können. Unseren Austausch beendeten wir mit einem Gebet von Anne Enderwitz.

Nach dem Gebet folgte ein gemeinsamer Tanz „Es werde, es werde, hell auf der Erde“ und danach sangen wir das Lied „Zeige uns den Weg wenn der Morgen winkt, zeige uns den Weg, wenn die Sonne sinkt, zeige uns den Weg, zeige uns den Weg, zeige uns den Weg, der zum Ziel uns bringt.“

Mit dem Gebet von Papst Franziskus für die Opfer von Flucht und Verfolgung beendeten wir den offiziellen Teil des Abends, bevor das Abendbüffet eröffnet wurde und die Anwesenden in persönliche Gespräche übergingen. Dabei kam zum Ausdruck, dass genau diese Art Advent und Weihnachten zu feiern, wirklich aufs „Wesentliche“ hinführt, anders als es die Konsumgesellschaft jedes Jahr wieder präsentiert. Dankbar verabschiedeten sich die Frauen voneinander und alle freuen sich nun auf ein nächstes Wiedersehen im schönen Gralzentrum in Mülheim.

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Erfreuliche Begegnung

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Christa Werner

Besucher in der kleinen Gral-Wohn-Gemeinschaft in Ingolstadt sind immer ein Ereignis und eine große Freude, ganz besonders wenn sie aus Ostafrika kommen.

Schwester Janet Harbauer, seit 1992 im Lubaga Hospital in Kampala/Uganda tätig, landete am 22. September in München als Zwischenstation auf ihrem Weg zum Heimaturlaub in die USA. Seither kreisen Gespräche und Erzählungen um die Situation im Hospital, um den Gral in Uganda, um den Progress bei den Schulkindern, die unterstützt werden - und die Tage vergehen viel zu schnell um alle Themen auch nur annähernd vollständig zu erörtern.

Am Samstag, den 24. September kamen zum „offenen Haus“ Mitglieder der Münchener Gruppe, vor allen Dingen, diejenigen die einen aktiven Bezug zu Afrika haben. Maria Bauernfeind als „Ehemalige“ von Lubaga, Judith Ettner, soeben von einem Besuch am Äquator zurückgekehrt und seit Jahren zusammen mit der Aichacher Missionsgruppe intensiv mit Uganda verbunden, und Maria Kaiml, die ihren Einsatzbereich in Ghana hat, aber sehr an allen Ländern in Afrika interessiert ist – und an den Gralgruppen dort.

Ein kleiner Ausflug an den Auwald See ließ uns das strahlende Herbstwetter verkosten – und die Kaffeerunde mit vielen Gesprächen vollendeten unser Bild von Uganda mit aktuellen Berichten von der Landessituation, den Sorgen im Kranken-haus und den vielen hoffnungsfrohen Menschen, die ihre Schul- und Studienzeit beendet haben und ihren Landsleuten einen sinnvollen Service geben.

Wie immer kann man den Segen spüren, den die Internationalität in unser Leben bringt und uns einen freien Blick gibt in die Realitäten anderer Kulturen.

26. September 2016

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Gral-Afrik

Ein Jubiläum ist mehr als eine
„Alterserscheinung“

Christa Werner

Sie saßen alle in der Reihe auf der Bank, die Mütter mit den kranken Kindern – und wie todkrank Manche von ihnen waren - die Krankenblätter vor ihnen am Tisch, die Temperatur gemessen und eingetragen und die Schwesternhelferin stand dienstbereit daneben… damals, in den späten 1960er Jahren im der Ambulanz des Lubaga Hospitals.

Was hätten wir Europäerinnen getan, unzu-länglich mit der Sprache vertraut und mit vielen Fragezeichen was Kultur und Bräuche an-ging, ohne die jungen Ugander-innen, die ei-nen Kurs als Schwesternhelferinnen absolvierten und uns in der praktischen Pflege zur Hand gingen - uns oft einen Schritt voraus!

Es war wohl eine klare und notwendige Entscheidung der ersten Gralfrauen in Uganda, dass für jede Entwicklung des Hospitals qualifiziertes einheimisches Personal gebraucht wurde. Die wenigen „enrolled Nurses“ (Pflegeschwestern mit einem anerkannten Abschluss nach 2 Jahren und 9 Monaten), kamen aus den Krankenhäusern im Land, die schon früh ausbildeten und die zwei afrikanischen „Registered Nurses“ (nach UK Standard ausgebildet) die angestellt waren mussten für eine Qualifikation noch nach England oder Schottland reisen.

Der Schrei nach Pflegepersonal kam auch aus vielen kleineren Missionskrankenhäusern und Dispensarien und war nicht zuletzt auch ein ganz essentielles Anliegen vom Gral der sich die professionelle Entwicklung von Frauen ins Programm geschrieben hatte.

So kam es, dass schon zwei Jahre nach der Ankunft von Dr. Magdalene Oberhoffer und Elisabeth Weigand ein hausinterner Kurs für Schwesternhelferinnen ins Leben gerufen wurde – damals 1956.

Die solide Basis von Unterricht und Praxis, von Persönlichkeitsbildung und religiöser Motivation erwies sich als erfolgreich und der Service dieser Pioniere der Pflege verbesserte die Qualität der medizinischen Versorgung landesweit.

Es war eine Freude einzelne Ehemalige zu treffen nach langen Jahren, bei der Feier der 60 Jahre Pflegeschule– und zu staunen was aus diesen Anfängen gewachsen ist. Viele der Helferinnen schrieben sich sofort in den „Enrolled Kurs“ ein, der 1971 das erste Training ablöste, als Geraldine Huisigund später Sr. Anne Marie Specht als Lehrschwestern befugt Pflegerinnen ausbildeten. Daraus qualifizierten sich Manche in einer Zusatzausbildung von 18 Monaten zur registrierten Pflegekraft oder Hebamme – Andere schrieben sich für die OP- oder Labor Assistentenkurse ein, oder wollten als MTAs dem Gesundheitssystem dienen – und das alles im Lubaga Hospital.

Die Schule wuchs mit den steigenden Anforderungen, ugandische Unterrichts-
Schwestern lösten die Europäer ab. Erst Sr. Joseph Donatus, später Sr. Jane Frances von den Bannabikira Schwestern übernahmen die Leitung. Das alte Gebäude auf dem Hospital-gelände wurde 2005 im „Cathedral-Plot“ durch neue helle ersetzt.

Von den heute über 300 Schülerinnen und Schülern graduierten am Tag des Jubiläums dem 27.08.2016 über 100 – sie alle tragen professionelles Können und einen guten Geist in die Hospitäler und Gesundheits-zentren des Landes. Alumini´s schlossen sich zu einer Assoziation zusammen um für die Schule zu ar-beiten und zu werben. Einige von ihnen haben es bis zum Abschluss an der Universität geschafft.

So war es nur Recht ein frohes und buntes afrikanisches Fest zu feiern mit Gottesdienst, Gesängen, Tänzen und Reden, dem obligatorischen Kuchenanschnitt und einem reichhaltigen Essen – und dabei zu sein war ein großes Privileg. Der internationale Gral als Gründer der Pflegeschule wurde hoch geehrt mit einer Medaille und einem Zertifikat – wir, die ehemaligen Verantwortlichen durften Geschenke mit nach Hause nehmen. Die Erfolgsgeschichte zu erleben, die jungen Schwestern und Medizinischen Assistenten so begeistert zu sehen, das ist der eigentlich Grund unserer Dankbarkeit und dem Lob das wir Gott gesungen haben.

Eine der Unterrichtsschwestern konnte eine besondere Überraschung erleben, da sie Judith Ettner treffen durfte, die sie von der Grundschule an mit Schulgeld über den Aichacher Missionskreis, unterstützt hatte. Tränen der Freude flossen und sie war so glücklich sagen zu können, dass sie heute in Lubaga unterrichtet und eine Zukunft hat, Dank der wunderbaren Begleitung aus Deutschland.

Man muss solche Stunden am Äquator erlebt haben um zu verstehen was es bedeutet ein Jubiläum zu feiern, das das Leben vieler junger Menschen und vieler Patienten am Äquator verändert hat.

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Europäische Gralfrauen diskutieren in Mülheim über Migration

Erika Haugg

Vom 18. bis 20. September 2016 trafen sich Gralfrauen aus verschiedenen europäischen Ländern zu Begegnung und gemeinsamen Austausch über Migration. Es kamen 2 Frauen aus Portugal, 2 aus Brüssel und eine aus Italien, Christa Werner und Silvana Ferraguti, die das Treffen geplant und organisiert hatten, begleiteten die kleine Gruppe an allen Tagen persönlich und inhaltlich.

Zur Begegnung am Sonntag waren Frauen aus Mülheim, Duisburg und Umgebung eingeladen worden, aber der Sonntag gehört bei vielen der Familie, deshalb hatten etliche Frauen abgesagt. So war es nur eine kleine Gruppe, die interessiert zuhörte und auch Fragen stellte. Von den ausländischen Frauen erfuhren wir persönliches, aber auch von den Schwerpunkten ihrer Arbeit, die sich mit Flüchtlingen und Migranten, vor allem mit Frauen und Frauenprojekten befassen. Eine immer wiederkehrende Frage war: Wie können wir die Frauen erreichen, die sich nicht ansprechen lassen, die die angebotenen Möglichkeiten nicht wahrnehmen wollen oder nicht dürfen? Weshalb verweigern sie die Chancen zur Integration, was könnte man tun? Es wurde deutlich, dass es auf niederschwellige, aber erfolgreiche Projekte ankommen wird, damit die schwierige Situation in den nächsten Jahrzehnten gemeistert werden kann. In Brüssel z.B. ist das Zentrum immer offen, aber die Frauen kommen nicht. Ebenso in Portugal, wo es weniger Flüchtlinge gibt, aber auch da sind die Frauen schwer ansprechbar.

Beim Besuch der IIH (Internationale Initiative Hochfeld) berichtete Karoline Robins über die Arbeit mit Kindern und Frauen der Migranten, von der guten Zusammenarbeit auf Stadtebene und mit anderen Gruppierungen und Institutionen – gerade in Hochfeld, diesem Brennpunkt.

Ein weiterer Besuch fand im Sozialzentrum St. Peter in Hochfeld statt, wo Sr. Martina über ihre Arbeit mit Frauen berichtete, die vor allem die deutsche Sprache lernen müssen. Dabei waren Frauen aus Bulgarien und Rumänien anwesend, aber auch aus Sri Lanka, Afghanistan und der Ukraine – mit unterschiedlichen religiösen Hintergründen.

Sehr spannend und interessant war der Besuch bei Solwodi (Menschenrechts- und Hilfsorganisation: Solidarität mit Frauen in Not). Besonders die Brüsseler Frauen interessierten sich für diese Arbeit, weil sie selbst die Arbeit von einer ähnlichen Organisation praktisch unterstützen.

Interessante Führungen durch die Evangelische Salvatorkirche in Duisburg und durch die über Duisburg hinaus bekannte Ditib-Merkez-Moschee in Marxloh, wurden als „Sahnehäubchen“ der Tage, die viel zu schnell vergingen, wahrgenommen.

Begeistert und voll von neuen Eindrücken verabschiedeten sich die Frauen und dankten für die vielen positiven Erfahrungen und die Gastfreundschaft im Gralzentrum Mülheim.

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Internationaler Gral-Austausch
Gralzentrum, Mülheim, 08. Juli 2016

Magdalena Tigges-Lammers

Im Anschluss an die Pfingstfeier im Mai erzählte mir Silvana Ferraguti von einem internationalen Graltreffen, das im Juli im Mülheimer Zentrum stattfinden sollte.
Sie lud mich ein, teilzunehmen. Als Pensionärin unbeschränkt in meinen Planungen nahm ich mir vor, diesen Termin möglichst freizuhalten, und fortan stand er ehern in meinem Kalender und nichts konnte ihn vertreiben. Ich war zu gespannt. Näherte ich mich dem Kern der Idee?

Gralfrauen aus vielen verschiedenen Ländern waren angekündigt.
Geplant war das Treffen von 18.30 bis 20.30 Uhr. Gegen 22 Uhr waren wir bei den Ersten, die aufbrachen. Doch ich hatte das Gefühl, es könnte jetzt noch Stunden weitergehen. So vieles war noch nicht erzählt.

Aber beginnen wir von vorne.

Am Freitag, dem 08.07. 2016 empfingen das Leitungsteam und Gralfrauen und Freundinnen aus Deutschland eine bunte Schar ausländischer Gralfrauen, die an einem internationalen Austauschprogramm teilnahmen.
2 Frauen kamen jeweils aus Mozambique, den Philippinen, USA, den Niederlanden, 1 aus Südafrika und Australien.

Sie wollten an diesem Tag Frauen aus der Umgebung kennenlernen, um von ihrer Arbeit zu erzählen und sich darüber auszutauschen.

Nach einer allgemeinen kurzen Vorstellungsrunde berichteten alle ausländischen Gäste über ihr Land und ihre Arbeit.

Ich bin fasziniert von der Unterschiedlichkeit der Frauen, von ihrer Stärke und Beharrlichkeit, ihrem unerschütterlichen Engagement.

„It’s all on the basis of our beliefs“, sagt Judith aus der Bronx in New York, die selbst vor 16 Jahren aus Trinidad -Tobago in die USA einwanderte. Heute fördert sie selbst die Integration von Kindern aus Migrantenfamilien aus vielen verschiedenen Ländern. ‚Alles geschieht auf der Grundlage unserer Überzeugungen.’

Ich bin fasziniert von den jungen Frauen aus Mozambik. 23 und 25 Jahre alt sind sie, Masterabsolventinnen in den Fächern Internationale Beziehungen und Diplomatie, waren schon Vertreterinnen ihres Landes bei UNO- Konferenzen für Frauenrechtsfragen in New York. In ihrem Land, einem diktatorisch geführten Land, das der eigenen Bevölkerung kaum Chancen auf Entwicklung bietet, organisieren die Gralfrauen Projekte für Kinder und Familien. Aufklärung, Bildung, Bekämpfung häuslicher Gewalt gegen Frauen und der Kampf gegen die Zwangsverheiratung der Mädchen sind ihnen ein ganz besonderes Anliegen.“Nur wenn die Familien lernen, dass es wichtiger ist, ihre Mädchen zu bilden als sie zu verkaufen, kann sich etwas zum Positiven ändern.“ Das treibt sie an.

Aus Südafrika erfahren wir von den nach wie vor bestehenden Missständen in den Townships. Dass sich nach dem Ende der Apartheid nicht viel geändert hat. Soweto ist ein Beispiel für die unendlich schlechte Wohnsituation schwarzer Familien. Hier unterstützen die Gralfrauen viele dieser Familien.

Überall unterstützen die Gralfrauen die Menschen in Not.
In dem reichen Land Australien z.B. sind es die Nachfahren der Aborigines und die Migranten, die von der australischen Regierung sehr schlecht behandelt werden.

Fast alle Frauen sind in ihrer Arbeit angebunden an ihre christlichen Gemeinden, über die sie die Gralgruppen kennengelernt haben. Dies gilt auch für die Frauen von den Philippinen.

Überrascht bin ich zu hören, dass im Gralzentrum Utrecht in den Niederlanden auch buddhistische Meditation ein Angebot ist und war, dass es Workshops zur feministischen Theologie gibt und so hier der Akzent deutlich ein anderer ist als in den übrigen Gralgruppen. Die nicht europäischen Frauen waren besonders an der Begegnung mit den Niederländerinnen interessiert als Vertreterinnen des Landes, in dem die Gralbewegung entstand. Dieses Zusammentreffen bedeutete ihnen anscheinend sehr viel.

Die Niederländerinnen teilen mit den Deutschen und den US Amerikanerinnen die Sorge um den Nachwuchs der Gruppen und damit verbunden die Sorge, dass die Zentren nicht gehalten werden können. Aber mit welch großem Optimismus und welcher Tatkraft gehen sie das Problem an. Sie haben sich entschieden nicht aufzugeben.

All diese Berichte, Nachfragen und Erklärungen wecken bei allen Teilnehmerinnen größtes Interesse. Die Aufmerksamkeit und Konzentration sind übergroß, vor allem, da alles von Christa Werner hin und her übersetzt werden muss.

Es rauschte allen der Kopf. Da war der eingeschobene Imbiss eine willkommene Erholung. Dennoch gab es natürlich eine gute Gelegenheit zu Einzelgesprächen und weiteren Fragen. Ich sprach mit Judith.

Mein Fazit des Abends: In der momentanen Zeit der politischen Rückwärtswendungen, der nationalistischen und rassistischen Abgrenzungen und Feindseligkeiten zwischen den verschiedenen Gruppen innerhalb Europas und weltweit setzt dieses Treffen der Gralfrauen für mich ein deutliches Zeichen. Sie sind selbstverständlich miteinander verbunden, ob jung oder alt, schwarz oder weiß, ganz gleich aus welchem Land. Sie sind verbunden in einer gemeinsamen Idee.

Es war eine wunderbare Erfahrung.

Zum Schluss, im Hinausgehen, steckte mir Judith aus der Bronx ihre Karte zu. „Let’s stay in touch.“ Lass uns in Kontakt bleiben.
Eine Ermutigung!

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Wir sagen: Herzlichsten Dank!

Seit 2012 unterstützt die Heinz-Horst-Deichmann-Stiftung die Arbeit der „Internationale Initiative Hochfeld“ mit einer großzügigen Spende.
Damit wurden und werden die Förderkurse für Grundschulkinder aus dem Stadtteil finanziert.
Im Namen des Vorstandes und der Mitarbeitenden
Silvana Ferraguti (1. Vorsitzende) 18.07.2017.

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